Donnerstag, 19. Januar 2017

Danke, Muddi {RUMS 3/17}

Nachdem ich letzte Woche meine Pack's ein gezeigt hab, hab ich von Muddi einen lachenden Kommentar gekriegt:
"Entschuldige, ich muss lachen. *gg* Einmal darfst du raten, wozu mein TaTüTa dieser Woche gehört... ;)" 
Hihihi ...
Damit war auch die Idee für meinen dieswöchigen RUMS geboren: Ein TaTüTa kann man nämlich wirklich immer gebrauchen, grade bei dem Wetter zurzeit. Hier laufen eigentlich alle Nasen und der Tempoverbrauch ist ziemlich hoch. Wie viel schöner ist es dann doch, so ein hübsches Täschchen zücken zu können:

 Aus demselben Cord wie die Tasche. Statt Kunstleder hab ich aber dann doch lieber Satin-Schrägband genommen ;)

Wie immer nach der Anleitung von Casa Soleggiata. Das passt einfach immer und ist so mega schnell genäht 😄

Hach schön, so ein schneller RUMS zwischendurch. Manchmal tut es auch gut, wenn man sich einfach nur für zehn Minuten an die Maschine setzt und ein tolles Ergebnis erhält. Was habt ihr diese Woche für euch gemacht?

Stoff: Feincord vom Stoff-Markt Stuttgart
Schnitt: Casa Soleggiata

Freitag, 13. Januar 2017

Lese-Stoff am FREUtag

Freitag ist FREUtag, auch 2017. Und weil das Jahr für mich unter dem Motto der heiteren Stunden stehen soll, erzähl ich euch mal, was ich diese Woche besonders genossen habe: Ich muss nicht mehr ins Büro fahren.

Ich war ja die letzten etwas über 2 Jahre selbständig und habe aber viel für einen bestimmten Kunden gearbeitet, bei dem ich auch regelmäßig vor Ort im Büro gearbeitet hab. Ich war dort mehr oder weniger eine Elternzeitvertretung - und dieses Arrangement ist jetzt vorbei. Zum einen, weil ich ja nun meinen neuen Traumjob habe, zum anderen, weil die Kollegin aus der Elternzeit zurück ist. Also stand am Ende des letzten Jahres ein Abschied von Leuten, mit denen ich sehr viel zu tun hatte und die mir auch ans Herz gewachsen sind.
Es war ein Abschied mit einem lachenden und einem weinenden Auge, denn natürlich liebe ich die Arbeit mit und an Büchern sehr - aber gerade die letzten drei Monate mit der Doppelbelastung Lehrer und Redaktion haben mir schon ganz schön zugesetzt. Außerdem ist die Fahrerei und das nicht-zu-Hause-Sein einfach auch immer belastender geworden.

Und jetzt hab ich mein "neues" Arbeitsleben. Ich bin nach wie vor mehrere Stunden in der Woche außer Haus bei der Arbeit (schließlich kommen meine Schüler ja zum Glück nicht zu mir!), aber es ist weniger, die Fahrtstrecke ist nicht mal halb so lang und richtet sich außerdem entgegen der Staulinie, und ich bin meistens zu Hause, wenn meine Kinder von der Schule/vom Kindergarten kommen. Das ist ein solcher LUXUS! Ich genieße es sehr bewusst und ziehe gerade sehr viel Kraft daraus - denn sicherlich wird das Gefühl auch mal wieder anders sein ;) Aber heute will ich es zum FREUtag bringen, wie gut es mir damit geht, dass ein schöner, aber auch anstrengender Lebensabschnitt vorbei ist.

Meinen "Kollegen" hab ich natürlich auch ein Abschiedsgeschenk gemacht. Nur was Kleines, aber dafür etwas, was Büchermenschen immer brauchen können:

Lesezeichen! Ich hab selbst vorletztes Jahr beim Wichteln zwei von diesen praktischen Helferlein bekommen, die seitdem fast dauernd im Einsatz sind. Gerade, wenn man ein Buch in der Handtasche mit sich herumträgt, ist die Idee mit dem Gummiband schlicht genial.
Zwölf Stück hab ich genäht, für alle, mit denen ich in engerem Kontakt stand. Die Lesezeichen sind nämlich nicht nur schön und schnell genäht, sie sind auch eine super Verwertung für Reste von Lieblingsstoffen (und damit ein bisschen eine Konkurrenz zur Jahresdecke, aber schau mer mal).
Ich hab mich einmal quer durch mein Webware-Regal gewühlt. Da sind Stoffe dabei (wie der hier ganz oben), die ich für ein geplantes, aber nie realisiertes Projekt gekauft hab, Reste von Patchworkpaketen (hier in der Mitte) oder Stoffe, die ich mal günstig bei Hilco im Garagenverkauf mitgenommen hab (ganz unten).
Hier treffen sich ein Fat-Quarter-Paket von Hilco, ein Rest vom schönen Sommerrock der Großen und ein Stück einer Forums-Sammelbestellung.
Das hier sind verschiedene Ergebnisse aus Tauschpaketen.
Und hier noch ein paar ganz besonders geliebte Streichelstöffchen. Von denen kann man so ein kleines Lesezeichen ja auch mal abknapsen ;)

Die Gummibänder, also, die farbigen, sind übrigens von Wunderpop. Die sind ja so was von genial und sollen mir eigentlich helfen, die Unterwäscheproduktion für die Mädels etwas zum Laufen zu bringen. Unterwäsche nähen macht nämlich auch viel Spaß! ;o)

Die Kollegen haben sich sehr über die Kleinigkeiten gefreut - und ich mich über ihre Freude. Also, wirklich, ab damit zum FREUtag!

Donnerstag, 12. Januar 2017

Manchmal überschätzt man sich halt ... {RUMS 2/17}

Kennt ihr das? Da beschließt man euphorisch, ein Nähprojekt umzusetzen, kauft ein, legt los - und dann geht irgendwie die Zeit aus ...

So geschah es mir bei der Adventskalendertasche von Farbenmix im Dezember. Ich hab das gelesen, fand die Idee einfach wunderbar und bin in der Mittagspause losgezogen und hab eingekauft.
Und die ersten vier Tage hab ich auch eifrig mitgemacht, ganz ehrlich! Aber dann - ja, dann war halt doch Dezember, Advent und so, und irgendwie keine Zeit.

Dann kam der 13. Dezember, die Taschenanleitung war komplett, ich hab sie mir gleich runtergeladen - joah. Das war's dann auch.

Aber jetzt, knapp einen Monat später, hab ich ZEIT! Meine Doppel-Job-Belastung ist vorbei, es ist irgendwie wieder Luft, und ich hab mich ENDLICH dran gemacht, die Tasche fertigzustellen.

Hier ist also meine Pack's ein! Aus Feincord und Kunstleder, und mal in Farben, in denen ich wirklich noch KEINE Tasche hab.
Natürlich mit der Erweiterung - die hab ich im Stoff des Futters gehalten, aber den Tunnelzug oben auch wieder aus dem Feincord (auch wenn in der Anleitung ja davon abgeraten wird, dafür Feincord zu verwenden 😇)
Die weiße Kordel find ich jetzt irgendwie nicht mehr sooo prall, vielleicht ändere ich das noch mal. Aber der selbst genähte Kordelstopper ist toll!

Ich bin richtig froh, dass ich das jetzt "erledigt" hab. Irgendwie blockieren so halbfertige Sachen mich gerne, geht es euch auch so?

Ab jetzt mit der neuen Tasche zu RUMS. Was habt ihr für euch genäht?

Ach, und ja, genau, das ist der Stoff, aus dem meine ersten Teile für die Jahresdecke sind 😉

Material: vom Stoff-Markt Stuttgart

Dienstag, 10. Januar 2017

Mach es wie die Sonnenuhr ...

Kennt ihr diesen alten Poesiealbum-Spruch? Mach es wie die Sonnenuhr, zähl die heit'ren Stunden nur.

Gar kein so schlechter Ansatz fürs Leben. Klar besteht das Leben nicht nur aus heiteren Stunden. Gerade im vergangenen Jahr hatte ich oft das Gefühl, dass die Schatten überwiegen. Meine Familie ist zwar von schweren persönlichen Schicksalsschlägen verschont geblieben, aber im Freundeskreis hat es diesbezüglich ganz schön heftig gewackelt in 2016. Von der Welt ganz zu schweigen, mein Glaube an das Gute und den grundlegenden gesunden Menschenverstand wurde mehr als einmal schwer erschüttert. Wie oft ich in 2016 gedacht hab: "Nein, das DARF doch nicht wahr sein, das KANN doch nicht wirklich passieren" ...

Und so auf den ersten Blick ist mir zu dem vergangen Jahr gar nicht viel "Heiteres" eingefallen. Als erstes erinnert man sich doch immer an die Schwierigkeiten, an Tage, an denen es nicht rund lief, an Dinge, die nicht funktioniert haben, an Steine, die im Weg lagen.

Doch dann, beim Nachdenken, kam so viel Schönes ... Die Freude der Kleinen, als beim Radfahren endlich der Knoten geplatzt ist ... der Kurztrip in die Alpen mit der ganzen Großfamilie ... endlich ganz viele Nähdels auf der sew! kennengelernt ... das 12-Stunden-Schwimmen mit der Großen ... dass sie endlich richtig schwimmen kann ... unser Traumurlaub an der Nordsee ... mein neuer Job ...

Es waren WIRKLICH viele heitere Stunden.
Und damit ich am Ende dieses Jahres nicht wieder erst lang nachdenken muss, hab ich mir von einer der besten Freundinnen eine Idee abgeguckt - ein Erinnerungsglas:


Die Idee dahinter kennt ihr bestimmt: Wann immer etwas besonders Schönes passiert, schreibt man es auf einen Zettel und steckt diesen in das Glas. Und an Silvester (oder Neujahr, wann es besser passt) leert man alle Zettel aus dem Glas und erinnert sich so ganz bewusst an die schönen Ereignisse (oder eben heiteren Stunden) des Jahres.

Ich habe ein Ein-Liter-Weithalsglas aus dem Künstlerbedarfschrank vom WBEDW geklaut und mich im Handlettering versucht *gg* Die Version auf Papier gefällt mir sehr, die Idee, das dann mit Nagellack auf das Glas zu übertragen, ist noch optimierungswürdig 😊 Aber das ist ja dann auch wieder eine schöne Erinnerung. Jedenfalls hält es gut auf dem Glas!

Der erste Zettel liegt auch schon drin.
Der erste Schnee ist doch immer was Besonderes, und dieses Jahr haben uns die Weihnachtsferien mit einem Winterwonderland erster Kajüte beschert. Wenn das keine heitere Stunde ist!
Und so wird sich das Jahresglas hoffentlich bald mit vielen bunten Zetteln füllen (ich hab mir überlegt, dass jedes Familienmitglied eine eigene Zettelfarbe bekommt, mal sehen, ob wir das durchziehen). So ein bisschen freu ich mich jetzt schon aufs Nachlesen 💞
Idee: von einer Freundin
Glas: von boesner, Nagellack von mir
verlinkt bei

Donnerstag, 5. Januar 2017

Von Plänen und Nähsystemen {RUMS 1/17}

Willkommen in 2017! Mann, ging das wieder schnell. Gefühlt hab ich doch gerade erst 2015 begrüßt ... Aber gut, es wird ja genug lamentiert, wie die Zeit rast und so weiter, und Zeit für einen ausführlichen Rückblick hab ich eh nicht - ich schaue heute nach vorne!

Im letzten Jahr hab ich das erste Mal, seit es RUMS gibt, nicht jedes Mal mitgemacht. Ganze drei Mal hab ich ausgesetzt 2016 - und ich lebe noch 😋
Nein, im Ernst, ich habe weiterhin vor, jede Woche etwas zu RUMS beizutragen, weil ich den Gedanken hinter der Linkparty einfach großartig finde. Mach etwas für DICH selbst, weil es dir guttut, weil es dich darüber nachdenken lässt, was dir gerade wichtig ist, weil es dich dazu bringt, dich auf dich selbst zu besinnen. Aber wenn es mal nicht geht, weil einfach die Zeit fehlt bzw. Zeit für etwas anderes oder jemand anderen wichtiger war, dann ist das kein Weltuntergang. Lieber nicht RUMSen als riesigen Druck aufbauen, oder?

Heute hab ich aber was. Nichts Genähtes (schon wieder!), aber das wird noch. Ich hab nämlich bei meiner ersten Blogrunde des Jahres etwas ganz Wunderbares gesehen, was mir sicher schon öfter mal untergekommen ist, aber immer irgendwie unterhalb meines Aufmerksamkeitsradars blieb: eine Jahresdecke. Entdeckt hab ich das bei Julia von Lillesol und Pelle, und mal im Ernst, ist das nicht eine wunderbare Idee?

Wir hatten es im Freundeskreis erst davon, dass es wichtig ist, sich bei all dem Schlimmen, was im Großen und Kleinen um uns herum passiert, auf das Gute und Schöne zu besinnen, sich auch immer mal wieder klarzumachen, wie viel Wunderbares, Zauberhaftes doch passiert. Und für mich gehört auch dazu, mir zu vergegenwärtigen, was so alles Tolles entstanden ist unter meinen Händen. Warum nur hab ich also noch nie eine Jahresdecke genäht?

Die Idee ist einfach: Bei jedem Projekt (in erster Linie natürlich Webware-Projekte) schneidet man aus dem übrig gebliebenen Stoff ein oder mehrere Stücke in einer vorher festgelegten Form aus, und am Ende des Jahres wird aus all diesen Stücken ein Quilt. Denn schließlich ist ein Quilt ganz genau das: eine Sammlung von Erinnerungen. Das find ich ganz großartig, und ich nehme mir fest vor, dass ich am Ende dieses Jahres ein Patchworkstück mit ganz vielen Erinnerungen füllen werde.



Und so ist mein RUMS heute der erste Schritt zu dieser meiner ganz persönlichen Jahresdecke: die Schablone. Man tut sich nämlich (da glaub ich Julia voll und ganz) viel leichter mit einer Schablone, die dafür sorgt, dass die Stücke auch wirklich passen nachher.


Ich hab mir für ein gleichseitiges Dreieck entschieden. Patchworkdecken aus Quadraten hab ich jetzt schon ein paar genäht, jetzt will ich mal was anderes 😉.


Die ersten beiden Stücke hab ich schon ausgeschnitten. Das dazugehörige Projekt ist noch nicht ganz fertig, wird aber (hoffentlich) in absehbarer Zeit auch ein RUMS werden. Deswegen auch erst mal nur zwei Dreiecke, für den Fall, dass ich beim Nähprozess noch was von dem Stoff brauche. Eventuell sind dann also am Ende sogar mehr als nur zwei Dreiecke aus grün geblümtem Feincord in meiner Decke ...

Ich bin gespannt und hoffe wirklich sehr, dass ich eine tolle Decke zusammenkriege. Macht denn sonst jemand von euch auch so eine Decke? Oder macht das sogar schon seit Jahren? Erzählt doch mal!
Julia sammelt auch alle Jahresdecken unter dem #lillesoljahresdecke. Ich bin gespannt, wie viele dann im Dezember verlinkt werden - aber auf der anderen Seite dauert das hoffentlich noch GANZ LANGE!!

Donnerstag, 22. Dezember 2016

Ja, okay ... {RUMS 51/16}

Hach, ausgerechnet den 50. RUMS hab ich ausgelassen letzte Woche ... Aber gut, auch das gehört zu meinem Lernprozess in diesem Jahr: Ich kann damit leben, mal einen RUMS zu verpassen. Das Leben hatte dieses Jahr einfach anderes mit mir vor, es ist unfassbar viel passiert, und da bleibt das Hobby eben manchmal auf der Strecke. Aber das reißt natürlich nicht ein, und deswegen GIBT es heute einen RUMS von mir. Nur einen kleinen, aber immerhin einen, der was mit Nähen zu tun hat ;)

Und mit einem der Gründe, warum ich letzte Woche nicht hier war: Ich war nämlich auf der Weihnachtsfeier. Dieses Jahr sind es ziemlich viele Weihnachtsfeiern - ich hab ja zurzeit noch zwei Jobs. Genauer gesagt, BIS HEUTE! Heute ist mein letzter Tag, an dem ich zu meinem Auftraggeber in die Landeshauptstadt fahre. Danach wird das sporadischer werden, weil die neue Stelle als Lehrer der Selbständigkeit den Rang abläuft. Und ich freu mich drauf, auch wenn ich die vergangenen zwei Jahre bei "meiner" Firma sehr genossen habe.
Eben bei dieser Firma war letzten Mittwoch Weihnachtsfeier. Großer Spaß, gutes Essen, nette Leute. Und wie jedes Jahr gab es bei der Weihnachtsfeier ein PubQuiz mit Fragen rund um den Verlag.
Der Organisator des Spiels blickte bei seiner Moderation so in die Runde und meinte: "Ah, ich sehe, die Tische sind gut gemischt ..." Dann fiel sein Blick auf unseren Tisch und er sagte: "Ja, okay ..."

An meinem Tisch saßen nämlich vier Praktikanten, ich als Externe, zwei Kolleginnen, die erst seit einem Jahr dabei sind, und noch eine Kollegin mit ein bisschen mehr Erfahrung. Super. Offensichtlich nicht die besten Voraussetzungen, bei einem Verlagsquiz zu gewinnen ...

Aber Dabeisein ist alles, wir hatten großen Spaß beim Ausfüllen und konnten zumindest überall was hinschreiben. Und dann bei der Auflösung die Überraschung: WIR HABEN GEWONNEN! Der unwahrscheinlichste Tisch von allen. Was haben wir gelacht! Das war dann auch den ganzen Abend vollends der Running Gag, denn als Teamnamen hatten wir gleich sein "Ja-okay" übernommen *gg*

Und deswegen hab ich mir vorgenommen, "meiner" Tischbesetzung noch ein kleines Abschiedsgeschenk zu machen. Der Wanderpokal kann ja nächstes Jahr nicht verteidigt werden, und so können wir alle ein Stück davon mitnehmen:

Ich hab für uns alle Schlüsselanhänger gemacht. Einfach Filzstreifen bestickt, an Schlüsselbandrohling von Alles für Selbermacher geklemmt, fertig. :D
Und ja, das ist ein RUMS. Schließlich ist einer davon für mich! Ich weiß zwar noch nicht, welcher, ich werde die anderen aussuchen lassen, aber wenn ICH einen aussuchen dürfte, wäre es dieser hier:
Lüla. War klar, oder? *gg*

Hach ja. Ich geh da heute echt mit einem lachenden und einem weinenden Auge hin. Ich freu mich auf das kommende Jahr OHNE die Doppelbelastung, die ich jetzt die letzten zweieinhalb Monate hatte. Ohne den Stress mit den Freigaben, den Termindruck und die verschiedenen Befindlichkeiten. Aber ich liebe diesen Job halt schon auch. Wie gut, dass ich die Möglichkeit habe, das selbständig auch im kleineren Umfang weiterlaufen zu lassen. So ganz ohne Büchermachen geht bei Luci halt doch nicht ... ;)

Mein Winnerteam-Schlüsselband darf auf jeden Fall zu RUMS. Und was habt ihr diese Woche für euch gemacht?

Donnerstag, 8. Dezember 2016

Schwäbischer Weihnachts-RUMS {49/16}

Wenn man Schwaben fragt, was wohl der traditionellste aller schwäbischen Weihnachtsgenüsse ist, antworten wahrscheinlich 5 von 4: SPRINGERLE. Ausgesprochen wird das übrigens "Schbrengarla", und der Name kommt daher, dass die Plätzchen beim Backen "aufspringen" sollen, das bedeutet, dass sie nach unten gerichtet aufgehen und ein "Füßchen" bekommen.

Ich LIEBE Springerle. Aber ich hab auch echt Respekt vorm Backen. Die Produktion dauert zwei Tage, weil die Plätzchen vor dem Backen ca. 24 Stunden trocknen sollten, und danach lässt man sie eigentlich noch einen Tag oder zwei offen liegen, bevor man sie einpackt, damit sie weich werden. Springerle laufen immer Gefahr, dass sie eben nicht "springen" oder hart werden. Genauer gesagt: Es gibt Millionen Dinge, die bei diesem Stunt schief gehen können ... 😎

Aber dieses Jahr wollte ich unbedingt welche machen. Ich hab erst jetzt mit dem Backen angefangen, die Zeit rast einfach zu schnell, aber heute hab ich unverhofft einen freien Vormittag gehabt. Also gleich zugeschlagen! Und dann hab ich beschlossen: Ich mach Springerle.

Ich hab nur ein Blech gemacht, in meiner Familie bin ich nämlich die einzige, die auf Springerle steht 😉; aber so ist es wenigstens auch ein echter RUMS!
Der Teig für Springerle besteht nur aus Ei, Puderzucker und Mehl - es ist im Prinzip ein Biskuit, aber eben ausrollbar.
Die Masse wird dann einen Zentimeter dick ausgewellt und mit speziellen Springele-Modeln gestaltet. Das sind eine Art Stempel aus Holz, die edlen sind geschnitzt, die günstigeren gefräst (und nicht ganz so detailliert ...). Die Model werden in den Teig gedrückt, und danach wird die Form ausgeschnitten. Eigentlich mit einem Teigrad, sodass ein gewellter Rand entsteht, aber ich hab meins nicht gefunden 😠
Auf das Backblech streut man dann Anissamen. Es ist also kein Anis im Teig, vielleicht ein paar Samen am Ende unten angebacken, aber das Aroma bestimmt den Springerle-Geschmack dann doch. Und ich LIEBE Anis ... Hachz. Ich hoffe echt, die kriegen heute Abend dann ihre Füßle!

Habt ihr auch so spezielle, vielleicht auch regionale Plätzchen, die für euch Weihnachten erst komplett machen? Meine Springerle dürfen heute zu RUMS - was habt ihr diese Woche für euch gemacht?