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Dienstag, 22. Dezember 2015

Last-Minute-Geschenk-Idee für euch {Creadienstag}

Übermorgen, Kinder, wird's was geben,
übermorgen werden wir uns freu'n
Welch ein Jubel, welch ein Leben
wird in unserm Hause sein!
Zweimal werden wir noch wach,
heißa, dann ist Weihnachtstag!

So, Endspurt! Lange dauert es nun wirklich nicht mehr bis Heiligabend. Und für all diejenigen, die noch ein schnelles Geschenk brauchen, kommt hier eins!

Um genau zu sein, gibt es ein Geschenk für die Puppenmütter unter euch, respektive diejenigen, die ebensolche beschenken möchten. Ich bin auf die Idee gekommen, als meine Töchter mit ihren Puppen und den Stoffpferden "Wir reiten durch die Berge" gespielt haben. Auf einmal kamen sie an: "Mama, wir brauchen Schlafsäcke für unsere Puppen, die übernachten heute auf der Hütte! Hast du uns ein bisschen Stoff, damit wir sie einpacken können?"

Mama hat ja immer ein bisschen Stoff. Dieses Mal hatte Mama aber auch noch ne Idee, wie man das "richtig" machen könnte - und darum jetzt hier für euch (und meine Mädels) ein Tutorial für einen

Hüttenschlafsack für Puppen

Kennt ihr das Prinzip eines Hüttenschlafsacks? Im Prinzip ist es ein Bettbezug, der am oberen Ende noch einen Kopfkissenbezug angenäht hat. Auf der Hütte steckt man das Kissen ins Oberteil, schlüpft in den Bezug und deckt sich dann mit den hütteneigenen Decken warm zu. Man braucht also kein Laken, liegt trotzdem nur am "eigenen" Stoff, und der Hüttenschlafsack braucht im Gepäck nicht besonders viel Platz. Es gibt sie z.B. auch aus Seide, dann wiegen sie kaum was! Für eine Puppe ist das das ideale Bett zum Überall-mit-Hinnehmen - also perfekt für Puppenmütter, wenn man über die kommenden Feiertage vielleicht unterwegs ist. Und dabei ist der Puppenschlafsack so schnell genäht, dass man ihn sogar noch am Heiligabendmorgen nähen könnte *gg*

Ihr braucht einfach nur ein Stück leichte Webware, das etwa zweieinhalb bis drei Mal so lang ist wie die Puppe, die ihr benäht. Die Breite passt ihr ebenfalls dem Puppenkind an.
So wirklich Strampelfreiheit braucht unsere Mali ja nicht ;) Aber man sollte sie schon leicht in den Schlafsack stecken können.

Versäubert das Stoffstück ringsherum. Wenn ihr mit der Ovi näht, genügt es auch, die kurzen Enden zu versäubern.

Als Nächstes faltet ihr das eine Ende des Stoffes so weit nach innen, wie die Puppe lang ist. Vorsicht, wenn euer Stoff (wie meiner) eine Richtung hat: In diesem Fall müsst ihr das OBERE Ende nach UNTEN falten, damit das Muster hinterher richtig liegt. Das wird später der Bettdeckenteil, also der Bereich, in den die Puppe hineingesteckt wird.
Klappt nun den schmalen Rand des Stücks um etwa 2-3 cm wieder zurück. So entsteht nachher eine schöne Kante.

Jetzt müsst ihr das andere Ende des Stoffes auch einklappen. Dabei orientiert ihr euch wieder an der Länge der Puppe: Ihre Füße sollen ein wenig Abstand zur unteren Falzlinie des Bettdeckenteils haben, ihr Gesicht über dem zurückgeklappten Rand liegen, und ihr faltet nun so viel um, dass der Puppenkopf zum oberen Rand noch einen Abstand von ca. 3-4 cm hat.
(auf dem Foto wirkt das jetzt enger, das liegt aber an den Puppenhaaren ;) )
Nun wird auch hier der Rand ein wenig zurückgeschlagen, sodass hinterher eine saubere Kante entsteht. Achtet hier aber darauf, dass der neue Falzrand noch über den ersten Falzrand hinausgeht, damit hier später nichts aufklafft!
Der Pfeil zeigt an, dass sich die beiden zurückgefalteten Stücke um einen guten Zentimeter überlappen.
Alles feststecken, und nun die beiden offenen Kanten zunähen. Das geht schnell und einfach mit der Overlock.
Wenden, und fertig ist der Puppen-Hüttenschlafsack!
Wer möchte, kann noch ein kleines Puppenkissen in den Kissenbezugteil stecken, dann ist es extrakuschlig.

Ich habe diese Anleitung nach meiner eigenen Idee in erster Linie für meine Forums-Mädels geschrieben. Ihr dürft sie aber natürlich gerne nacharbeiten - für den privaten Gebrauch. Wenn jemand von euch das Bedürfnis verspürt, den Puppen-Hüttenschlafsack gewerblich nachzunähen, bitte ich euch darum, euch kurz mit mir in Verbindung zu setzen, das fände ich fair.
Für Fehler oder sonstige Probleme in der Anleitung übernehme ich keine Gewähr, wenn euch was auffällt, auch bitte kurze Mitteilung. 
Und jetzt: Viel Spaß beim Nähen! ;)

verlinkt bei:
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Donnerstag, 31. Juli 2014

Ein RUMS für das grüne Gewissen {30/14}

Edit: ÄÄÄÄÄÄHM, RUMS 31/14, natürlich *schäm*


Es gibt ja vieles, worüber man sich Gedanken machen kann.

Immer wieder faszinierend finde ich, worüber meine Tochter sich so Gedanken macht. Und Sorgen. Sehr beschäftigt ist ihr sechseinhalbjähriges Gehirn gerade mit Plastik. Also, genauer gesagt, mit Plastikmüll. Seit sie in ihrem "Meere"-Buch gelesen hat, dass jedes Jahr viele Tiere sterben, weil sie im Meer herumfliegende Plastiktüten verschlucken oder sich in den großen im Meer treibenden Müllteppichen verheddern, achtet sie peinlich darauf, dass jegliches Plastik (und auch anderer Müll) dort landet, wo es hingehört - im Recyclingkreislauf. Wir haben sogar im Urlaub am Strand in St. Peter-Ording mal den Sandeimer statt mit Muscheln mit herumfliegendem Müll gefüllt und das Ganze im Mülleimer entsorgt.

Und sie hat ja auch recht. Es ist unfassbar, wie viel Plastiktüten eine Familie so im Jahr "verbraucht". Wir versuchen das, so gut es geht, zu vermeiden, oder die Tüten dann wiederzuverwenden.
Besonders nervig find ich ja diese kleinen, fisseligen Tüten, in denen man im Supermarkt das Obst oder Gemüse verpacken soll. Oft kann man ja drauf verzichten, aber eine ganze Familienportion Äpfel einzeln aufs Kassenband zu legen, macht auch nicht wirklich Spaß. Und einen Stoffbeutel mitzuwiegen und damit zu bezahlen seh ich nun auch nicht wirklich ein.

Aber wozu kann man denn nähen und sich was überlegen?
Also HAB ich mir was überlegt und HAB was genäht, und das kam dabei raus:
Ich seh gerade euer Stirnrunzeln direkt vor mir :o) "Wie soll das kleine Täschchen denn zwei Kilo Äpfel in sich aufnehmen?"
Mary Poppins bin ich nun nicht, aber das Täschchen hat es trotzdem in sich:
Der eingeklappte Verschluss ist mit einem KamSnap verschlossen und kann aufgewickelt werden.
Raus kommt ein immer noch recht kleines Täschchen, ganz simpel mit der Ovi zusammengetackert und versäubert.
Und drin versteckt sich des Problems Lösung:
Seide. Genau so leicht wie die Plastiktüten, aber DEUTLICH öfter wiederzuverwenden.
Ich habe mir ein Stück Dupion-Seide, die eigentlich zum Seidenmalen gedacht ist, gekauft, in diesem Fall einen Schal. Den hab ich in zwei Stücke geschnitten, zusammengeklappt und mit der Ovi zusammengenäht. Am Rand einen abgeschnittenen Streifen mit eingefasst, mit dem ich den Beutel dann zubinden kann. Das Wiegeettikett kann ich dann aufs Baumwolltäschchen kleben und an der Kasse scannen lassen, wenn nicht ohnehin an der Kasse gewogen wird.

Zwei Obstbeutel hab ich jetzt schon genäht, das reicht normalerweise für Äpfel und Tomaten, Paprika, Gurke und Bananen kann ich auch ohne Beutel kaufen *gg* Und weil hier nur ICH einkaufen geh, dürfen die Beutel diesen Donnerstag zu RUMS, und weil ich mir das selbst aus den Fingern gesogen hab, ist es ein Fall für Scharlys Kopfkino.
Meine Große freut sich sehr, dass wir weniger Plastik benutzen. Und ich mich auch!

Und wie rettet ihr diese Woche die Welt?

Freitag, 13. Juni 2014

Freutag: Sie werden so schnell groß!!

Normalerweise sagt man das als Mutter ja immer ziemlich wehmütig, dieses "Sie werden so schnell groß". Und es geht ja auch alles viel zu schnell, vor allem, wenn man eben auch weiß, dass all diese ersten Male, all diese Veränderungen, all dieses Großwerden zum letzten Mal passiert.

Aber es gibt auch Anlässe bei diesem Großwerden, die rundweg Grund zur Freude bieten. Bei uns war es diese Woche endlich (!!!!) so weit: Die Schnullerfee durfte kommen und die Schnullis der Kleinen mitnehmen. Im Gegensatz zu ihrer großen Schwester war sie ein hundertprozentiges Schnullerbaby, das schon im Krankenhaus den ersten Schnuller bekommen hat (jaaa, ich weiß, Saugverwirrung und so, aber erstens ist das drei Jahre her und zweitens hat es gut geklappt *gg*). Schon seit längerer Zeit ist der Schnuller tagsüber weg, aber zum Einschlafen war er doch ein unverzichtbarer Begleiter.
Jetzt ist die junge Dame aber ja schon drei, und wie man weiß, sollte man um den Dreh rum den Stöpsel so langsam loswerden, damit die Zähne sich vom Störfaktor wieder erholen können. Und die Kleine HAT schon leicht schiefe untere Schneidezähne ...
Darauf sind wir letztens beim Zähneputzen gekommen. Und da hat sie das erste Mal gesagt: "Ich will aber keine krummen Zähne haben!"
An direkt dem Abend konnte sie noch nicht ohne Schnuller einschlafen, aber jetzt an Pfingsten hat es sich so ergeben, dass die Zubettgehzeit WEIT nach hinten verschoben wurde. So weit, dass sie so müde war, dass ich ihr einfach keinen Schnuller ins Bett gebracht hab - und sie einfach eingeschlafen ist.
Für den letzten Kick, das freiwillige Hergeben an die Schnullerfee, durfte sie sich was wünschen.

Und was wünscht sich mein Töchterchen nach einem Urlaub mit Muddi und Paula und ihren Babys, die sie nachhaltig beeidruckt haben?

"Eine Manduca für meine Puppe, damit ich sie auch auf dem Bauch tragen kann!!"

Und DIESEN Wunsch erfüllt die Mama natürlich gerne! Also wurden die Schnullis liebevoll in ein Glasschüsselchen gepackt  und auf dem Fensterbrett deponiert. Und kaum waren die Augen zu, lief die Nähmaschine zu Hochtouren.

Am nächsten Morgen dann schnell hingesprungen - und was soll ich sagen? Meine Puppenmama zieht ihre "Manduuuuuuuuca!" nur noch zum Schlafen aus!

Ich hab die Puppentrage aus Tragetuchstoff genäht - ich hab da mal ein Glückspäckchen bei Didymos ergattert, und dieser Traum in Rosa und Lila erschien mir dafür doch SEHR passend!
Den Hüftgurt hab ich doppelt gelegt und mehrfach abgesteppt, und dabei die Gurtbänder mitgefasst. Meiner Tochter war es SEHR wichtig, dass die Trage mit Schnallen geschlossen wird, wie "ihre" Manduca eben auch.
Und wie beim Original gibt es hier auch breite Träger aus dem Haupstoff, die dann unter den Armen nach vorne kommen. Damit das Baby nicht abrutscht, hält hinten ein Quergurt die Schultergurte zusammen (oder dann als Rückentrage auf der Brust).

Hier noch ein Foto OHNE Trägerin und Inhalt *gg* Der "Brustgurt" ist einfach aus rosafarbenem Knopflochgummi von Farbenmix, das passt sich gut an und ich hatte eh kein schmales rosa Gurtband mehr.

Mein Kind ist glücklich, ich bin glücklich (wenn sie auch ohne Schnuller jetzt etwas länger zum Einschlafen braucht ...), der Zahnarzt ist dann hoffentlich auch glücklich ...
Sehr viel Grund zum Freuen, oder? Darum darf die Puppen-Manduca auch zu Martinas Freutag, außerdem natürlich zu Frau LuNaJus Kiddikram und zu Scharlys Kopfkino im Juni!

Schnitt: eigene Idee
Stoff: Tragetuchstoff von Didymos
Gurte; aus dem Fundus, Schnallen aus dem Baumarkt 

Übrigens: Meine Tochter hat den seltsamen Wunsch geäußert, dass auf ihrer Puppen-Manduca "ein grünes Tier" aufgenäht wird. Ob sie wohl das Buzzidil, in dem ihre Cousine getragen wird, zu genau angeschaut hat? *gg*

Montag, 28. April 2014

Mal schnell eben ...

Eigentlich sind diese drei Worte ja der Tod eines jeden Nähprojekts. Wann immer ich etwas "mal schnell eben" machen möchte, kann ich mir eigentlich sicher sein, dass bei diesem Projekt alles schief gehen wird, was auch nur ansatzweise schief gehen kann ...

Aber nicht so dieses Mal! Heute starten bei uns im Kindergarten die Waldwochen. Und auf der Liste, was die Kinder so mitbringen sollten, steht neben "wasserdichtes, festes Schuhwerk" und "Getränk in einer wiederverschließbaren Flasche" auch "feuchter Waschlappen in einer Plastiktüte". Gute Idee, dass die Kids sich im Wald die Finger und/oder das Gesicht mal saubermachen können, ohne dass hinterher das ganze Waldstück voller Feuchttücher liegt! Aber Plastiktüte und Wald, das verträgt sich für mich irgendwie nicht ...

Darum hab ich da eine Alternative gebastelt - nach meinem ganz eigenen Kopfkino:

Zwei einfache Einstecktäschchen aus Wachstuch. Ich hab sie mit zwei Seiten genäht, dann kann man in der einen eben jenen Waschlappen aufbewahren, in die andere Einstecktasche kommt die frische Unterhose, die ebenfalls auf dem Zettel steht *gg*
Verschlossen werden die Täschchen einfach mit zwei KamSnaps, das kriegen beide schon ganz gut hin.

Jetzt bin ich mal gespannt, ob sich die Waschlappentäschchen im Einsatz bewähren! Hübscher als ne Plastiktüte sind sie auf jeden Fall ...

Ab damit zum Kiddikram, und auf in den Wald! Ich bin gespannt, was die Mädels heute so alles mitbringen werden. Stöcke und Steine sind ja nach wie vor beliebte Sammelobjekte ;o)


Donnerstag, 13. Februar 2014

Zeigt her eure Füßchen ... {RUMS # 7/14}

Hier geht es mit Riesenschritten auf die Fasnet zu. Dieses Jahr MUSS ich bei unserem Faschingsball nicht mehr rotieren, weil ich nicht mehr für den Elternbeirat kandidiert hab. Aber geholfen wird natürlich, schließlich weiß ich aus eigener Erfahrung, wie doof es ist, wenn sich keine Helfer eintragen.

Also, Helfer. Und natürlich verkleidet. In den letzten Jahren hatten wir ja immer ne Einheits-Verkleidung. Aber jetzt! Ich hab beschlossen, ich näh mir dieses Jahr ein etwas aufwändigeres Kostüm und das kann ich dann ne Weile tragen. Und weil es sich aus mehreren Elementen zusammensetzt, gibt es bei Luci jetzt ein paar Fasnets-RUMSe in Folge *gg*

Den Anfang mach ich ganz unten, bei den Füßen:
Wie ihr seht, es geht in den Wilden Westen für Luci!

Cowboystiefel hab ich keine, aber man kann sich ja helfen (außerdem sind Beinlinge ja auch viel "richtiger" *gg*)

Stulpen aus Waschvelours, die gut zu meinen eigentlich ganz normalen Schuhen passen. Oben mit Gummizug, hinten links auf links zusammengenäht und die Nahtzugabe in Fransen geschnitten.
Ups, ich zieh dann auf jeden Fall hautfarbene Feinstrümpfe drunter an *gg*

Die Konstruktion ist selbst ausgedacht - einfach ein Trapez zugeschnitten, das oben die breiteste Stelle der Waden und unten den Knöchelumfang als Länge hat, plus natürlich Fransen-Zugabe. Am oberen Rand ein Gummi annähen und hinten mit einem KamSnap zumachen. Dann eben links auf links zusammennähen, Fransen schneiden, fertig!

Ganz und gar selbstgemacht nach meiner Vorstellung - und damit sowohl passend für Muddis RUMS als auch für Scharlys Kopfkino. Ich bin gespannt, ob der Rest meiner Kostümidee auch so gut klappt. Teil zwei ist schon in Arbeit!

Und was habt ihr diese Woche für euch gemacht? Gibt es bei RUMS noch mehr Faschings-Vorboten??